check-circle Created with Sketch.

Farbige Ansichtskarte des Dortmunder Hafens aus dem Jahr 1908

Der Dortmunder Hafen - hier in einer Ansicht von 1908 - war viele Jahre Umschlagplatz für Kolonialwaren.

(Post)koloniales Westfalen

Im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern werden ein Ausstellungslabor und eine Ausstellung entwickelt, die historische und gegenwärtige Lebenswelten der Menschen in Westfalen-Lippe und ihre Bezüge zum Kolonialismus und seinen Nachwirkungen in den Mittelpunkt stellen.

Gemeinsam mit Aktivist:innen, regionalen und internationalen Künstler:innen, Akteur:innen aus der Zivilgesellschaft und Besucher:innen vor Ort entsteht 2023 das Ausstellungslabor „Studio 23“. Ausgehend von der Frage „Was hat Kolonialismus mit uns und Westfalen zu tun?“ werden partizipative, kollaborative und ko-kurative Formate erprobt, Inhalte erarbeitet und weiterentwickelt sowie neue Formen der Museumspraxis, Vermittlung und Präsentation verhandelt. Das Ausstellungslabor ist ein eigenständiges Format, das zum ersten Mal im Industriemuseum durchgeführt wird, dient aber zugleich als Experimentierfeld und Basis für ein darauffolgendes Ausstellungsprojekt.

Eine Sonderausstellung mit dem Arbeitstitel „(Post)koloniales Westfalen“ beleuchtet 2024 die vielen Facetten des Kolonialismus und seiner Auswirkungen aus historischer, gesellschaftlicher und künstlerischer Sicht. Neben der Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit Westfalen-Lippes werden mit Methoden der Biografiearbeit und Oral History postkoloniale Lebensrealitäten von Menschen aus der Migrationsgesellschaft und aus dem Globalen Süden erforscht. Künstlerische Beiträge und Interventionen regen zu einem Perspektivwechsel an.

Projektleitung:
Dr. Anne Kugler-Mühlhofer und Jana Golombek
Kontakt: postkoloniales-westfalen@lwl.org