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Aufgrund der Corona-Schutzverordnung sind unsere Museen vom 2. bis 30. November 2020 geschlossen. Mehr Informationen in der Pressemitteilung des LWL.

Erinnerungsarchiv Industriearbeit

Der Gründungsauftrag von 1979 hat für das LWL-Industriemuseum die zentrale Aufgabe festgeschrieben, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Daher begleiteten Interviewprojekte zu den Erfahrungen und Erinnerungen von Frauen und Männern im Umfeld der Standorte die Museumsarbeit von Anfang an.

"Oral History", in den 1980er Jahren wesentlicher Bestandteil einer "Geschichte von unten", ist bis heute ein wichtiger Baustein der Museumarbeit. Das Erinnerungsarchiv Industriearbeit beschränkt sich aber nicht nur auf die Schilderung von Arbeitsprozessen und –erfahrungen, sondern vermittelt einen tiefen und vielfältigen Einblick in die Alltagsgeschichte der Menschen. Im Sinne des Forums für Industriekultur werden die Fragestellungen weiterentwickelt erweitert, etwa um Askpekte der Zukunft der Arbeit oder der Auseinandersetzung mit der Entwicklung der Industriekultur.

Mehr als 1.000 Interviews

Heute verfügt das Erinnerungsarchiv Industriearbeit des LWL-Industriemuseums über mehr als 1.000 Interviews aus allen Branchen. Die ältesten sind über 30 Jahre alt. Nachdem die Digitalisierung der Bestände abgeschlossen ist und die Kassetten als Speichermedium ausgedient haben, ist der nächste Schritt, das Erinnerungsarchiv in die Forschungsplattform des LWL-Industriemuseums zu integrieren, um es dort nutz- und recherchierbar zu machen. Hierzu müssen rechtliche Fragen ebenso geklärt werden wie die Möglichkeiten, die eine Vernetzung im digitalen Raum für die weitere Öffnung und Nutzbarmachung dieses wichtigen Bestands bietet.